Grünkonzept

02_photo1998 wurde beschlossen den Boulevard J.F.Kennedy bis hin zum Place de l’Europe zu führen. Rechter Hand des baumbestandenen Boulevard J.F. Kennedy liegt der “Römerwegpark” mit angrenzender Wohnbebauung, der wiederum in den “Zentralen Park” übergeht, eingebettet vom Europaschulkomplex auf der einen Seite und einem riesigen Sportkomplex mit diversen Einrichtungen auf der anderen Seite. Die Planungen für das gesamte Grünkonzept lagen beim Landschaftsarchitekten Peter Latz, der seine spezifischen Interessen für die Freiraumgestaltung folgendermaßen formuliert: “Es gibt unter Landschaftsarchitekten eine Diskussion, ob man sich mehr mit der freien Landschaft, der Landschaftsplanung oder mit den Freiräumen in der Stadt befassen solle. Ich selber konzentriere mich seit geraumer Zeit mehr auf den städtischen, den Siedlungsraum, da mich die gebauten Zonen in der Stadt mehr interessieren, weil ich sie für das eigentliche Problem in der jetzigen Zeit halte und es gilt das Leben in der Stadt in den zwei, drei Generationen, die jetzt leben, zu klären”. (1) Und wo liegt das Anliegen des Landschaftsarchitekten bei der Kirchbergplanung? “Die Gegensätze zwischen Grünfläche und Stadt, Straße und Grünfläche, Grünfläche und bebauter Zone müssen aufgelöst werden, um die vielfältigen Lebensräume einer Stadt wirklich lebbar zu machen.” 

Der Römerwegpark, der sich an die nördlich verlaufende Schmalseite des Zentralen Parks anschließt, wurde nach dem Römerweg – jener römischen Fernstraße, die Reims mit Trier verband – benannt und erstreckt sich zwischen der Rue Coudenhove Kalergi im Westen, dem Kreisel am Boulevard Konrad Adenauer im Osten und dem südlich verlaufenden alten Römerweg. Das räumliche Rückgrat des Parks bildet der Römerwegdamm, rund um sind Sammlungen der verschiedensten heimischen Baumarten angesiedelt. Der Römerwegpark bildet derzeit das Herzstück des Europäischen Arboretums, das, so Peter Latz, zur “lokalen Identität des Ortes beitragen” soll. Auf der Grundlage dieser Idee summiert der Zentrale Park Wiesenflächen, eine Sammlung fruchttragender Gehölze, Baumhaine und eine Kette von Promenaden. Ein 6 400 Quadratmeter großer See, gespeist vom Regenwasser der Dächer und Plätze der nahegelegenen Europaschule, gewinnt mit den auf dem Wasser gleitenden Inoxskulpturen “Trois Iles” der französischen Bildhauerin Marta Pan einen besonderen Reiz und einem Freilufttheater am nördlichen Ende eine interessante Kulisse für spontane Aktivitäten oder offizielle Veranstaltungen.